Deutsches Creepypasta Wiki
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Das sind Worte, die nachhallen. Und einen über Tage hinaus verstören. Und das, obwohl man weiß, dass sie wahrscheinlich niemals Wirklichkeit werden. Hoffentlich.

Es gibt viele Protagonisten und Antagonisten in dieser Geschichte... Es könnte jeder von euch sein. Und das Schlimme daran ist: Sie ist nicht erfunden. Das habt ihr sicher schon oft gehört, aber ich wette, der Eine oder Andere Leser hier, wird wissen, wovon ich rede, denn auch er weiß wie es ist, wenn er Nachts aufwacht....

Dies ist keine Fiktion. Ich erlebe es selbst. Doch es hat eine spannende neue Komponente bekommen.

Stellt euch vor, es wird Abend. Ihr hattet einen aufregenden Tag. Die Arbeit war gut oder schlecht und ihr seid jetzt Daheim, habt etwas gegessen, vielleicht noch Fernsehn geschaut und werdet langsam müde. Morgen müsst ihr früh raus. Es ist noch mitten in der Woche. Ihr geht noch duschen, putzt euch die Zähne, stellt den Wecker und geht schlafen. Es ist weich und warm und gemütlich und ihr schlaft ein. Vielleicht liegt sogar eure Freundin, Freund oder Haustier neben euch. Tja... Schlaft gut und träumt was schönes. Ihr schließt die Augen und seid weg.

BÄMM...ihr erwacht. Völlig aus dem Nichts. "Wie spät ist es?" "Warum bin ich wach?"" Warum...warum kann ich mich nicht bewegen?" Ihr liegt im Bett und könnt euren Körper nicht bewegen. Nur die Augen. Alle Muskeln in euch sind gelähmt. Panik steigt in euch auf, denn ihr habt keine Kontrolle über die Situation. Neben euch schläft euer Partner. Ihr versucht ihn zu rufen...den Kopf zu drehen... Es ist nicht möglich. Schlafparalyse. Jeder hat es. Jede Nacht. Ein Mechanismus des Körpers, eure Muskeln zu lähmen, damit ihr eure Traumerlebnisse nicht in Körperreaktionen umsetzt.

Genau das tue auch ich zwischendrin...Traumerlebnisse in Körperraktionen umsetzen. Und das ist ziemlich heftig. Man kämpft, man tritt, man flieht, man stirbt - und man weiß nicht, dass man dabei träumt. Man stirbt und es fühlt sich real an und in der Realität liegt dein Körper auf dem Fußboden und zuckt und krümmt sich... oder schlägt um sich...oder rennt... Für mich sind das Ausnahmesituationen, die ich so oft habe, dass ich damit mittlerweile normal umgehe, auch wenn sie in der Situation selbst schockierend sind.... Das ganze fällt unter REM-Schlaf-Wachstörungen.

Wie gesagt: Jeder hat diese Schlaflähmungen... aber die meisten Menschen sind dabei nicht wach. Sie sind bewusstlos und schlafen. Ihr jedoch erwacht und seid gelähmt.

Beängstigend, oder? Doch für Creepypastas garnichts.

Okay, ihr liegt verängstigt und gelähmt im Bett und in eurem Kopf rauscht es. Es klingt wie eine Kreissäge, oder Baugeräte. Vermutlich das Blut dass in euren Ohren rauscht. Ihr liegt dort und versucht aus der Lähmung zu kommen. Doch irgendetwas stimmt nicht. Irgendwas ist komisch. Ihr habt das Gefühl, als wärt ihr nicht alleine. Was ist das? Beobachtet euch jemand? Kann ja nicht. Die Tür ist abgeschlossen und... oh... die Schlafzimmertür ist ja auf und es ist Licht im Flur. Komisch. Ihr spürt euren Partner neben euch liegen und versucht erneut ihn auf euch aufmerksam zu machen, doch es kommen nur abgehackte Töne aus eurem Mund. Denn jeder Muskel ist gelähmt. Wenn dieses Geräusch nur weggehen würde, doch es wird immer lauter... doch dann hört ihr etwas im Flur. Schritte. Schritte? Wer ist denn da im Flur, euer Partner liegt doch neben euch. Jemand ist im Flur und die Schritte kommen näher. Ihr seht es, weil das Licht im Flur...Ihr wisst wie es ist, wenn jemand durch den Flur kommt. Aber es sollte eigentlich keiner durch den Flur kommen. Ein Schatten an der Wand. Jemand scheint unmittelbar vor der Tür zu stoppen.

Ein unfassbar schweres Gewicht scheint sich auf eure Brust zu legen und euch tief ins Bett zu drücken. Tonnen liegen auf euch und ihr fühlt euch noch gelähmter als zuvor schon. Ihr habt Mühe zu atmen. Ihr schafft es gerade so, zur Tür zu schauen und im Türrahmen steht eine Gestalt. Ihr könnt keine Details erkennen, denn sie steht im Licht und ist von vorne schwarz. Ein Schatten. Sie trägt einen Hut und steht einfach da und beobachtet euch. Sie tut nichts. Ihr seid total in Panik. Das ist ein wahr gewordener Albtraum. Horror pur.

Ein zweiter Schatten kommt ins Zimmer. Er sieht aus wie ein Mensch, doch er ist komplett schwarz. Wie 3D Schatten. Während der Hutmann einfach im Türrahmen steht, kommt der Schattenmann näher. Langsam näher. Todesangst steigt in euch auf. Und der Schattenmann bringt das Grauen mit sich. Mit dem Schritt, den er auf euch zukommt steigt es in euch an. Panik, Todesangst. Dann steht er neben euch und beugt sich über euch. Er starrt euch an. Ihr hört sein atmen. Ihr riecht ihn, ihr spürt ihn, ihr spürt die Bewegungen in der Luft. Aber ihr könnt euch nicht bewegen. Dann flüstert der Schatten: "Wir kriegen dich!"

Dann löst sich die Paralyse. Ihr schreit und bäumt euch panisch auf. Neben euch setzt sich euer Partner völlig geschockt im Bett auf und macht das Licht an. Die Schatten sind gegangen. Und ihr.... heult wie ein kleines Kind, dass gerade einen Geist gesehen hat. Nur dass dieser Geist real war. Oder? Es fühlte sich SEHR real an.

Es gibt so viele Theorien über die Schlafparalyse. Ich bevorzuge die einer REM-Schlafstörung mit visualisierten, kindlichen Urängsten. Komisch daran ist nur, dass in allen Kulturen der Welt, durch alle Zeitepochen hindurch, viele Menschen aus unterschiedlichsten Schichten immer die selben Sachen sahen: Gruselige alte Frauen in ihrem Bett, Schattenmänner, Schatten mit roten Augen, Tiere auf ihrer Brust. Man sagt, viele Horrorfilme basieren auf Schlafparalysen. Aber sie sind nicht real.

Wirklich?

Seit den 50er Jahren ist ein Phänomen zu beobachten. Weltweit. Doch es tauchte zuerst in den Nationalparks in den USA und Kanada auf. Darum ist es auch hauptsächlich von dort bekannt. Ich stieß darauf, als ich beim Zappen in Youtube auf Beiträge zum Thema "Missing 411" stieß.

Es gibt immer wieder Vermisstenfälle. Menschen gehen einfach, einige sind psychotosch, in anderen psychischen Ausnahmesituationen. Manche sind suizidal, andere Traumatisiert oder wollen einfach einen Neuanfang. Ich arbeite selbst als Sozialarbeiter mit psychisch Kranken und habe da einen kleinen Einblick, was psychisch so alles möglich ist.

Doch es gibt immer wieder Fälle, die sind ungeklärt. Sie sind merkwürdig und kaum zu klären. Darum geht es auch in dem Buch "Missing 411". Googelt es, wenn es euch interessiert. Im Yosemite Nationalpark verschwanden immer wieder Menschen. Und diese Fälle fielen nicht unter Suicid oder Psychose. Es waren Erwachsene, geistig Behinderte und Kinder darunter. Und sie verschwanden streckenweise von einer Sekunde auf die andere. Manchmal sogar mitten aus einer Gruppe heraus. Sie waren einfach weg. Eine Gemeinsamkeit bei allen war, dass sie im Vorfeld ein Unwohlsein, oder mulmiges Gefühl geäußert haben (wenn sie denn konnten, weil sie nicht behindert oder ein Kleinkind waren). Das verbindet alle... und dann waren sie fort.

Suchtrupps durchkämmten alles großflächig. Man fand nie etwas. Sogar die Hunde konnten keine Fährte aufnehmen. Sie drehten sich im Kreis und legten sich dann hin. Die Menschen waren fort.

Dann, Tage, Wochen, manchmal Monate oder Jahre später fand man Tote. Einige waren nackt. Andere teilweise bekleidet. Vielen fehlten Socken und Schuhe, anderen die Unterhemden, obwohl sie Pullis trugen. Die Schuhe und Socken, manchmal auch die komplette Kleidung fand man sauber zusammengelegt oder abgestellt und die Toten lagen meist säuberlich abgelegt an Orten, die die Polizei und Suchtrupps schon vorher durchkämmt hatten...oder, was noch unerklärlicher ist: weit entfernt vom Ort des Verschwindens. Ich sage hier nochmal: Es geht hier um echte Fälle.Und es gab noch eine Gemeinsamkeit: Immer, wenn die Suchtrupps loszogen gab es danach einen Wetterumschwung. Das ist einfach ein objektiver Fakt. Dann wurden die Toten gefunden irgendwann.

Ein 3jähriges Kind wurde tot und nackt auf einem 1500 Meter hohen Berg gefunden. 10 Kilometer entfernt vom Ort des Verschwindens. Andere Kinder und Erwachsene wurden ebenfalls an Orten gefunden, an Orten wo sie hätten Bergkämme und Schluchten überwinden müssen. Komischerweise war keiner von ihnen dehydriert oder unterernährt. Auch die Kinder nicht, die Monatelang verschwunden waren. Sie hatten keinerlei Verletzungen und wurden nicht vergewaltigt. Keiner Weiß, wie sie starben. Die Kleinkinder starben allesamt durch Erschöpfung. Doch jemand musste sich um sie gekümmert haben. Denn sie waren teils Monate verschwunden und die Leichen nach ihrem Auffinden erst Tage tot. Die Erwachsenen erstickten oft. Auch wenn sie in Flüssen oder Seen gefunden wurden, fand sich kein Wasser in der Lunge. Auch ihre Körper wiesen keine Verletzungen auf.

Der Autor der Bücher, ein Polizist, recherchierte in dem Fall, da das FBI sich weigerte, diese Fälle zu untersuchen und die Nationalparks sich ebenfalls weigerten, Erklärungen dazu abzugeben. Klar, Nationalparks sind Familienausflugsziele... Wer will die schon vergraulen mit Schauermärchen. Der Autor recherchierte nun und versuchte, das ganze nicht wie eine Verschwörungstheorie aufzuarbeiten, sondern sich an die Fakten zu halten. Und er stieß auf immer mehr Fälle überall auf der Welt. Die alle so abliefen.

Und dann kam die Sache mit den Anrufen. Seit es dann später Handys gab, riefen die verschwundenen Leute anscheinend ab und an bei Bekannten und Verwandten an. Doch was auf diesen Aufnahmen zu hören ist, ist gruselig. Einer der Anrufe, nämlich der von Henry Mccabe wurde auf Voicemail aufgenommen. Hört gerne selbst: [1]

Man hört Knurrgeräusche und Schreie und dann sagt eine Stimme: "Stop it!" - Sätze, die ich schon oft Nachts gehört habe. Persönlich finde ich, dass diese Stimmen nicht unmenschlich, alienmäßig oder monstermäßig klingen...für mich klingt es nach Menschen, aber es klingt verstörend. Oder? Nach diesen Anrufen hört man von den Verschwundenen nichts mehr ... bis sie aufgefunden werden. Die, die lebendig aufgefunden werden, sind zu klein sich zu erinner, leiden unter Amnesie oder sind geistig Behindert. Von den geistig Behinderten starb übrigens niemals jemand.

Henry Mccabe wurde tot gefunden. In einem Fluss oder See. Er war ein guter Schwimmer. Aber das sagt man ja immer, wenn es um Verschwörungstheorien geht. Seine Schuhe und Socken fehlten. Und er...er hatte kein Wasser in der Lunge... Er ist erstickt, nicht ertrunken. Wie kann das sein?

Dann fanden die Gerichtsmediziner eine weitere Gemeinsamkeit zwischen allen Verschwundenen... In ihrem Blut fand sich die Droge GHB. Wir reden hier über Verschwundene weltweit über 70 Jahre hinweg. Sie hatten alle diese Droge intus. GHB gibt es als Partydroge. Gering dosiert putscht sie auf. Das könnte den Anruf mit den Knurrgeräuschen erklären. Höher dosiert kennt man GHB auch als KO Tropfen. Sie sedieren und ihr wisst ja alle, was man damit so anstellt. Aber die Konzentration von GHB in den Körpern der Toten...die war so hoch, dass es unwahrscheinlich war, dass sie unter KO Tropfen gesetzt wurden. Diese Dosis war jenseits von Gut und Böse.

Nun muss man eines zu GHB wissen: Es ist auch eine körpereigene Droge. Der Körper synthetisiert sie und sie kommt zum Einsatz bei allem was mit Schlaf und Muskelrelaxszanz zu tun hat. Das erklärt den Erstickungstod bei Henry Mccabe. Denn bei so einer Dosis ist es nicht verwunderlich, wenn die Atmung aussetzt. Doch es wurden keine Anzeichen bei ihm gefunden, dass ihm diese Dosis gewaltsam eingeflößt wurde. Anscheinend hat der Körper sie produziert. In diesem Übermaß. Warum? Und wo ist der Zusammenhang mit der Schlafparalyse?

Ihr liegt im Bett. Es ist warm und gemütlich. Ihr schließt die Augen und schlaft ein. Ihr beginnt zu träumen. Euer Körper stößt die Droge GHB aus. Eure Muskeln werden gehlähmt. Ihr träumt. Doch dann sagt irgendwas in euch: Wacht auf! Und neben euch steht dieser Schattenmann und flüstert: "Wir kriegen dich!"

Ich habe dem Autor eine Mail geschickt, ob er herausfinden kann, ob einige dieser Toten unter Schlafparalyse litten.

Eine Antwort steht bisher aus.

Schlaft gut...

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