Deutsches Creepypasta Wiki
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Aber du hast doch gesagt, dass du mich magst...

Weißt du nicht mehr? Gestern, wir zwei, bei diesem alten Baum an unserer Schule?

Du hattest gesagt, dass du mich nett findest.

Dass du magst, wie ich mich im Unterricht immer zu dir umdrehe und mich vergewissere, dass du zurückschaust.

Du lächelst dann immer ganz verlegen, eine anzügliche Röte legt sich auf deinen Wangen nieder.

Du kreuzt deine Beine und rutschst auf deinem Stuhl hin und her.

Du hast gesagt, dass du kaum in meine Augen schauen kannst, weil du dich jedesmal in ihnen verlierst, wie, als würdest du hinab in einen tiefen Brunnen schauen.

Du sagtest, dass du meine Hand halten willst. Und dann habe ich die meinige in deine gelegt.

Deine Hand war schwitzig, du warst so aufgeregt.

Ich konnte dein süßes, weltoffenes Herz durch deinen Brustkorb pochen hören.

Fast schon konnte ich die Süßlichkeit deines warmen, zart blau leuchtenden Blutes schmecken.

Deine Lippen umspielte unentwegt ein schüchternes Lächeln. Als ich dir näher kam, schnapptest du nach Luft und dein Atem raste, deine Rippen erodierten in der schnellen Bewegung.

Aber...

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Ich hatte meine Hand hoch zu deinem engelsgleichen Gesicht geführt, mit Zeige- und Mittelinger deine Augenlider zugestrichen und du hast dort gesessen, so ahnungslos.

Immer schneller pumpte dein Herz kochendes Blut durch die unendlich vielen, filigranen Äderchen und Venen, welche sich auf deiner milchig blassen Haut abzeichneten.

Meine Finger wanderten von deinen Augen, hinunter zu deinen Lippen.

Sanft fuhr ich mit ihnen die wohlig weichen Formen deines gespannten Lächelns nach.

Dein Körper bebte, diese zierliche Silhouette eines jungen naiven Mädchens, welche seine erste Liebeserfahrung machte.

Du trugst so lange diese Sehnsucht in dir. Diese Sehnsucht geliebt und begehrt zu werden.

Das musste dein Glückstag gewesen sein.

Dein Mund öffnete sich einen Spalt und die heisse, angeregte Luft strömte mir kaum spürbar entgegen.

Ich spürte deine Begierde darin. Ich kam dir noch näher.

Unsere Lippen berührten sich beinahe, doch ich hielt inne. Ich wanderte runter zu deinem Hals, hauchte gegen diese dünne, stark empfindliche Stelle deiner elfenhaften Hülle.

Mit einer Hand streichelte ich seicht über deinen Oberschenkel. Du standest kurz vor einer Explosion.

Innerlich würdest du zerbersten.

Bevor ich es tat, wehte eine sommerabendliche, laue Brise um uns herum und ich nahm das Rascheln der Blätter der Birke wahr, an welche du gelehnt warst.

Ein Seufzen entglitt dir, unwillkürlich, als ich mit der heissen Zungenspitze über deinen Hals strich, entlang der großen Vene.

Es war, als ob du dich mit diesem leisen Seufzer entladen konntest, doch immer noch zitterte dein ganzer Körper.

Ich nahm diese hauchdünne Schweißschicht wahr, welche glitzernd auf deiner Haut im Licht der untergehenden Sonne tanzte.

"Bitte..." hast du, beinahe lasziv geflüstert.

Aber...

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Meine Selbstbeherrschung siechte dahin.

Ich begann an der pochenden Halsvene immer unbefangener entlang zu lecken.

Und dann,

dann biss ich zu.

Ich konnte spüren, wie sich dein ganzer Körper vor unerwartetem Schmerz verkrampfte.

Du konntest nicht mehr Atmen, der Schock traf dich zu überraschend.

Als das kochend heisse, zuckersüße Blut herausströmte, ergözte und labte ich mich an dem unaufhaltsamen Strom, welcher aus dir hinausfloss.

Schmerzerfüllt hast du gequält gestöhnt, ungläubig dessen, was just in dem Moment geschehen war.

Ich packte dich mit beiden Armen und hielt dich so fest in meinem Griff, als wärest du in einem Schraubstock gefangen.

Aber dann hast du laut geschrien.

Hast versucht um dich zu schlagen und Tränen liefen dir in einem Rinnsal das Gesicht hinunter.

Ich verstand die Welt nicht mehr.

"Lass mich in Ruhe! Lass mich los, es tut weh!", hast du mich angebrüllt, wutentbrannt und fassungslos.

Ich lies von dir ab.

Du hieltest dir mit einer Hand den Hals, aus welchem unentwegt Blut quoll, bist einfach aufgestanden und weggelaufen.

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Aber du hast doch gesagt, dass du mich magst..

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[Dies ist der erste Teil der Stalker Reihe. Hier gehts zu Teil 2]

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