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Beyond Method Acting

Teil 3: Eskalation

Inhaltsangabe:

Dies ist eins von 3 Enden, für Beyond Method Acting.

Es basiert auf Teil 1: Verführung und Teil 2: Hochgefühl.

Teil 3: Eskalation bildet hierbei Heikos endgültiges Abdriften in die Finsternis ab.

Heiko hatte sich entschieden. Er wollte Andragul nicht verärgern, aber dennoch Rache an Adrian nehmen. Er würde seine Schwester töten, aber er musste bei Adrian cleverer vorgehen. Töten fiel flach, Andragul wollte ihn nicht verlieren. Gut, dann musste er ihn anders bestrafen. Er musste noch in der Lage sein, ein Schauspiel zu liefern. Heiko hatte eine Idee. Zunächst musste er zurück nach Deutschland. Leider kam er am Mord an seiner Schwester nicht vorbei, wenn er sich selbst retten wollte.

2 Wochen später war er wieder in Deutschland. Er musste drüber nachdenken, ob er das seiner Schwester wirklich antun wollte. Er wusste, Hatun Sürücü wurde von ihrem eigenen Bruder in den Kopf geschossen, eine widerliche Hinrichtung in aller Öffentlichkeit, weil Hatun einen westlichen Lebensstil pflegte.

Der letzte Rest Gewissen wehrte sich gegen diese Tat, aber sein Wille zu überleben war stärker. Heiko wusste, Adrian war nun auch wieder in Deutschland, um die Tat zu beobachten. Andragul würde ihn daraus nicht entlassen. Heiko musste ihn dafür bluten lassen. Damit durfte er nicht ungeschoren davonkommen. Nur durfte er ihn nicht töten, das war klar, Schauspieler musste er noch sein können. Er war nicht sicher ob er ihn verkrüppeln durfte. Wenn, dann nur in einem Maße, dass ein Schauspiel weiterhin möglich war. Aber vielleicht fand er noch etwas, um ihn wehzutun. Bestimmt gab es etwas, Adrian war doch so eitel, nicht nur, dass er sich was auf sein Schauspiel einbildete, sondern auch auf sein Aussehen.

Adrian war immer jemand, dem die Frauenherzen nur so zuflogen. Darauf ließ sich aufbauen. Daher konkretisierte er seine Gedanken darauf, Adrian genau hier zu bestrafen. Er würde etwas vorbereiten müssen für die Szene und er würde einen Helfer brauchen. Aus diesem Grund erkundigte sich, wo er in der Unterwelt Schläger der übelsten Sorte fand, die ihn unterstützten. Schlussendlich wurde er im Darknet fündig und verpflichtete einige Verbrecher.

Danach benötigte er einen Ort, am Besten ein Labor, um die erwartete Szene vorzubereiten. Zum Glück war seine letzte Gage ziemlich gut, er konnte sich für kurze Zeit eines mieten und mit den nötigen Utensilien ausstatten. Er war bereit, Adrian zu bestrafen, nachdem er sein Schauspiel aufgeführt hatte.

Heiko begab sich nach München, zur Wohnung seiner Schwester Julia. Es schmerzte ihn jetzt schon, was er tun würde, aber seine Angst vor Andragul war einfach zu groß. Es war gegen 10 Uhr abends, als er bei ihr klingelte. Ein Summen kam als Antwort und er ging die Treppen hoch zum zweiten Stock, wo sie wohnte.

„Verflucht, wer klingelt noch so spät abends, Heiko? Was machst du denn hier?“, fragte ihn Julia vollkommen verwundert.

„Ich möchte mich für meine schrecklichen Taten entschuldigen. Ich war vor kurzem wirklich brutal, mir tut es leid“, antwortete ihr Heiko.

„Ja, das warst du. Aber wir hatten das doch geklärt, außerdem brauchst du doch nicht um 10 Uhr abends hier klingeln, um dich zu entschuldigen, du hättest auch morgen Mittag vorbeikommen können.“

„Ich weiß, aber ich war gerade in der Nähe und wollte ein Wiedergutmachungsgeschenk überreichen!“

„Ein Geschenk zur Wiedergutmachung?“

„Ja ein Geschenk zur Wiedergutmachung. Ich sah es vorhin und kaufte es gleich. Ich habe es unten im Wagen.“

„Im Wagen, warum hast du es nicht mit hoch gebracht?“

„Es ist ziemlich groß, wir werden es gemeinsam hoch tragen müssen. Hilfst du mir?“

„Meinst du das jetzt ernst, Heiko? Was hast du nur geholt, dass wir es gemeinsam hoch tragen müssen?“

„Nun, willst du es sehen, dann komm mit“, sagte ihr Heiko.

„Nun gut, dir scheint es ja ganz wichtig zu sein. Aber glaube nicht, das damit schon alles vergessen ist. Aber ich sehe, du machst zumindest wieder Fortschritte im Sozialverhalten, dass freut mich.“

Heiko hatte sie erfolgreich hinunter gelockt. Für das Schauspiel musste er sie auf der Straße töten, so wie es Ayhan Sürücü mit seiner Schwester tat. Beide traten auf die Straße. Julia orientierte sich kurz, um nach Heikos Wagen zu schauen. Diesen Moment nutzte Heiko und sprach: „Bereust du deine Sünden?“ Dann schoss er ihr dreimal in den Kopf und seine Schwester starb. Heiko hatte es wirklich getan, er hatte den Mord an Hatun Sürücü nachgespielt. Dieses Gefühl war das schlimmste, welches er je hatte, noch schlimmer als das Gefühl bei Rebeka. Aber zum Trauern blieb keine Zeit, sonst würde er bald verhaftet werden, die Straße war zwar leer, aber die Nachbarn hatten die Schüsse garantiert gehört.

Heiko rannte, was das Zeug hielt. Geschlagene 10 Minuten rannte er bis in einer kleinen Nebengasse anhielt und kurz durchatmete. Er ließ sich die Tat durch den Kopf gehen. Was hatte er nur getan, war ihm sein Leben wirklich so wichtig? Offensichtlich ja, sonst hätte er das nicht getan. Als er nun länger nachdachte, wunderte er sich, warum er keine Polizeisirenen gehört hatte; er war sicher, dass man ihn schon hätte verfolgen müssen.

„Da steckst du also, Heiko. Mach dir keine Sorgen, Andragul hat schon alle Spuren verschwinden lassen“, hörte Heiko auf einmal Adrian sagen.

Heiko drehte sich um und sah Adrian hasserfüllt an. Dieser lächelte gewinnbringend und sprach: Dieses Schauspiel, Heiko, super. Ich hätte es nicht besser machen können.

„Ja, Adrian, dieses Schauspiel hättest du nicht besser machen können. Aber ich habe für dich auch eines. Ich verlange nach deinen Schauspielkünsten.“

Auf einmal erstarb Adrians Lachen, er war zu arrogant und siegesgewiss gewesen, um das vorauszuahnen.

„Du kannst mich mal, Heiko“, schrie Adrian verzweifelt.

„Adrian, ich verlange von dir, dass du Peyton Westlake aus „Darkman“ spielst, in der Szene, wo er mit Säure gefoltert wird. Ich habe bereits etwas dafür vorbereitet, folge mir! Du weißt, du kannst dich nicht weigern.“

Adrian wollte sich widersetzen, aber Andragul war erschienen und erinnerte ihn daran, dass es keinen Ausweg gab. Dann wandte sich Andragul zu Heiko um.

„Cleverer Bursche, du entstellst ihn zwar, aber er wird immer noch in der Lage sein, ein Schauspiel abzuliefern. Auch wenn wir nicht ganz glücklich sind, dass es seine Rollen wohl einschränkt.“

„Es gibt immer wieder Dramen oder Rollen von Antagonisten, wo er seine Schauspielkünste unterbringen kann. Adrians Karriere wird nicht beendet. Also solltest du das auch durchgehen lassen.“

„Natürlich, Heiko, du hast den Rahmen eingehalten. Adrian, du folgst ihm, oder dein Schicksal wird noch schlimmer, als alles, was er dir antun würde.“

Adrian gehorchte ängstlich und folgte Heiko schweigend. Sie begaben sich zu einem Labor, in das Heiko Adrian schickte. Dann rief er 3 Schläger an, die er engagiert hatte. Als sie da waren gingen sie hinein und spielten die Folterszene aus Darkman nach.

Heiko hatte extra, neben einem Bottich mit kochender Säure, zwei Starkstromspulen aufgestellt, wie im Film. Die Stromstärke hatte er allerdings gedrosselt, damit Adrian definitiv überlebte. Seinen Schlägern hatte er mitgeteilt, Gummihandschuhe anzuziehen, damit ihnen nichts geschah. Sie folgten seiner Anweisung und spielten die Szene nach. Wie im Film wehrte sich Adrian und versuchte sich an den Stromspulen festzuhalten, damit sie sein Gesicht nicht in Säure tauchen konnten. Dabei wurden seine Hände verbrannt, außerdem wurde eine Teil seines Gesichts in die Säure getaucht. Dann wies Heiko die Schläger an, aufzuhören und wieder zu gehen. Sie gehorchten. Vor ihm lag zusammengekauert ein wimmernder Adrian, der völlig entstellt war. Außerdem verbreitete er einen widerlichen Gestank. Triumphierend stand Heiko nun über ihm.

„Das hast du nun davon, Adrian. Für den Mord an meiner Schwester erhältst du ein schönes Denkmal. Sei glücklich, dass ich die Explosion nach der Folter ausgelassen habe, leider kann ich deinen Tod nicht riskieren“, sagte Heiko voller Hass.

Auf einmal hörte Adrian auf zu wimmern und fing gequält an zu lachen. „Hahaha, du meinst, du hättest mich bestraft. Sei doch ehrlich Heiko, ich habe dich mehr gequält, als du mich. Ich lebe noch, deine Schwester nicht, und letztlich hast du sie umgebracht.“

„Halt dein Maul, Adrian, sieh dich doch an! Dein schönes Gesicht ist jetzt nur noch eine entstellte Ruine. Du warst doch immer so stolz auf dein Antlitz. Bist du es nun immer noch?“

„Du kannst sagen, was du willst, Heiko, ich habe dir definitiv mehr wehgetan. Adrian sah jetzt Heiko mit einer hämischen, entstellt grinsenden Fratze an. So sehr Adrian auch gerade gelitten hatte, er wusste nun, wie er Heiko besiegen konnte. Er hatte keine Liebe in sich, aber er wusste Heiko spürte so etwas und das er jemanden, den er geliebt hatte selbst umbrachte, war eine größere Strafe. Nun war es wieder an Adrian zu triumphieren, indem er Heiko diesen Schmerz unter die Nase rieb.

„Sag, Heiko, wie fühlt es sich an, jemanden zu lieben und noch viel besser, jemanden ermordet zu haben, den man liebt.“

„Halt dein Maul, Adrian, oder ich stopfe es dir.“

„Ach, tust du das? Aber selbst wenn, ist es doch wahr, dein Schmerz ist viel schlimmer als meiner, du besiegst mich nie, Heiko.“

„Du willst wohl noch unbedingt eine Abreibung, bevor ich den Krankenwagen rufe, oder was, Adrian?“, sagte Heiko nun zornig.

„Oh, ich bitte darum. Ich weiß ja, töten darfst du mich nicht. Ich darf dich auch nicht töten. Aber ich darf andere töten. Ich habe niemanden, der mir was bedeutet, aber du hast doch eine niedliche Nichte, oder?“

„Denk nicht mal dran, du perverser Bastard.“

„Oh, pervers ist ein gutes Beispiel, Heiko, danke für den Tipp. Ich könnte eine pädophile Szene mit ihr nachspielen. Du weißt ja, ich mache so etwas äußerst realistisch.“

„Halt dein Maul, Adrian!“, schrie Heiko und trat ihm in die Magenkuhle.

Adrian ächzte und krümmte sich kurz, nur um dann wieder von vorne anzufangen. „Ich dachte, du magst ein gutes Schauspiel.“

„Halt dein Maul!“, schrie Heiko erneut und trat nun mehrmals auf ihn ein. Adrian hielt die Arme schützend vor sich, damit die Tritte nicht so stark durchkamen.

„Oh, was werde ich für einen Spaß mit der Kleinen haben“, sagte Adrian ächzend hinter seiner Doppeldeckung. Auch die Tritte ließen ihn nicht ganz verstummen.

Heiko verlor nun ganz die Nerven. Er packte Adrian, hob ihn auf und schleuderte ihn in den kochenden Säurebottich. Im Bottich schlug Adrian wild um sich, er war zu geschwächt, um sich aus dem Gefäß zu befreien. Adrians grauenhafte Todesschreie waren zu hören und Heiko kam wieder zu sich. Er wusste, damit hatte er sein Leben verwirkt.

Während Adrians Schreie erst leiser wurden und schließlich verstummten, erschien Andragul. „Heiko, Heiko, du hast leider gegen die Regeln verstoßen. Wir mögen es gar nicht, wenn uns ein Schauspieler verloren geht, noch weniger, wenn ein anderer unserer Schauspieler dafür verantwortlich ist“, sprach Andragul und absorbierte Heiko. Heiko wusste nicht, wie ihm geschah, und erst recht nicht, was für Qualen noch auf ihn warteten. Er hatte gesündigt und kam nun an den Ort für Sünder, die buchstäbliche Hölle.

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Autor: Schatteneremit

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