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Mit langsamen und doch zittrigen Schritten näherte ich mich der bereits zum Überlaufen drohenden Badewanne. Beinahe sehnsuchtsvoll klammerte ich mich an den kalten, aus reinstem Keramik und mit schwarz-weißen Mosaik bestückten Rand der Wanne und hielt für einige Momente inne und blendete alles, was für mich vor wenigen Augenblicken noch von Bedeutung war, aus. Ich konnte nicht genau sagen, wie lange meine erstarrende Position so verblieb, doch konnte ich mit absoluter Sicherheit bestätigen, dass es so lange gedauert haben muss, wie das Wasser nunmehr über den Rand hinabfloss und diese anfangs noch wohltuende Hitze ein kleines, brennendes Inferno auf meinen Händen hinterließ. Reflexartig, zog ich jene von dem überschwappenden Wasser weg und drehte den Hahn zu. Ein kurzer, doch heftiger Schwindelanfall hinderte mich daran endlich in die Wanne zu steigen. Mehrmals schüttelte ich meinen Kopf und schlug mir mit der flachen Hand auf meine Wange, um mich selbst zu ermahnen, im hier und jetzt zu bleiben. Die kleinen Wasserpfützen, die sich zwischen all der Zeit gebildet hatten, beachtete ich nur mit einem beiläufigen Schulterzucken. Das erledige ich später, sprach ich lustlos in Gedanken und versank nun mehr mit meinem gesamten Körper im heißen Wasser.



Für gewöhnlich hielt ich nur sehr wenig von solchen Methoden, doch mein Therapeut, war allen ernstes der festen Überzeugung gewesen, dass mich jegliche Art von Entspannung auf andere Gedanken bringen würde und es gerade dann vom besten Nutzen sei, sobald meine „Flashbacks“ überhand über meine Psyche nehmen und diese Bilder wie in einem dämlichen Daumenkino im Schnelldurchlauf vor meinem geistigen Auge springen würden. Mich schauderte es bei der Vorstellung, in der morgigen Sitzung aufgrund einer weitverbreiteten Methode, welche sich „Konfrontationstherapie“ schimpfte, meinem Trauma, wieder entgegentreten zu müssen. Doch ehe sich meine Angst nun auch vor der lächerlichen Therapie, die ich seit knapp 2 Monaten besuchte, schürte, beschloss ich meine Augen zu schließen, einige Male tief ein- und auszuatmen und mich langsam immer weiter in die wohlige Wärme, dieser durchsichtigen Flüssigkeit hinab sinken zu lassen, bis sich jene Wärme nun überall ausbreitete.

Eine unendliche Weile lang lag ich schwerelos, entspannt und von jedweden Sorgen befreit in der heißen Quelle, die für meinen angstlösenden Geist verantwortlich war. Um mich herum herrschte beständig das wärmende Gefühl der Dunkelheit. Nur für den Bruchteil einer Sekunde, wagte ich es meine Augen zu öffnen, um in die glasklare Oberfläche über mir blicken zu können, die sich aufgrund der zeitgleichen, langsamen Bewegung meiner ausgestreckten Hand, in kleinen Wellen verzerrte, nur um dann jenen Anblick für immer in mein Gehirn einbrennen zu lassen, sodass ich ihn niemals vergessen würde.



Von oben hinab sah ich, wie mich eine grotesklächelnde Fratze anstarrte, ihr Gesicht war womöglich von Blut verschmiert, so gut ich es erkennen konnte und ihre ekelerregende Hand tauchte pulsierend in das reine Wasser ein, derweil sich einzelne, letzte Hautfetzen vom Unterarm lösten. Erschrocken, fuhr ich hoch und keuchte auf, während ich panisch um mich herumblickte, nur um dann von einem leerstehenden Badezimmer und dem nach wie vor klarem Wasser umgeben zu sein, in welches ich auch wenige Momente zuvor eingestiegen war. Genauso so schnell wie sie gekommen war, verfolg meine Entspanntheit wieder. Mein Herz raste, mein Atmen verlief stoßartig. Jegliches Zeitgefühl schien für mich plötzlich bedeutungslos. Alles, was ich wollte, war aus diesem Raum so schnell wie möglich zu verschwinden. Als ich mich mit einem gekonnten Hieb von der Badewanne auf den Boden hievte, ignorierte ich die Tatsache, dass die anfänglichen Pfützen sich nunmehr aufgrund des zu großen Schwungs vergrößert hatten. Begleitet von einem leichten Schwindelgefühl, torkelte ich benommen zum Waschbecken hinüber, um schlussendlich festzustellen, dass sich mein Zustand trotz des Bads verschlechtert hatte. Ungesunde Blässe, welche sich um die Nase herum gebildet hatte, zierte mein Antlitz. Leichte Augenringe zeugten von der Müdigkeit, die mich langsam einzuholen drohte (wie vergangene Nächte zuvor). Meine Gliedmaßen zitterten durch den erlittenen Schock, der mir immer noch tief in den Knochen saß.

Wiederwillen ermahnte ich mich in Gedanken, dass das alles nur reinste Einbildung sei, ein dummes Produkt meiner Fantasie, bis ich schlussendlich mithilfe der Atemübungen allmählich wieder zur Besinnung kam. „Sie ist nicht hier… Das ist alles nicht real“, ermahnte ich mich in einem bedächtigen Flüsterton immer wieder erneut und schaute mich derweil mehrere Male um, nur um auch wirklich sicherzugehen, dass hier niemand war, der mein sich nährenden Wahnsinn anhörte. Noch einmal schüttelte ich widerwillig den Kopf, um den eben gesehenen Spuck vollends zu vertreiben, wickelte ein Handtuch um meinen Körper und verließ das Badezimmer. Im Flur angekommen, verharrte ich für eine Weile in der (im Gegensatz zur aufkeimenden Hitze im Bad) kühlen Luft und ließ mich langsam an der Wand hinabsetzen. Zeitgleich mit dem Moment, in dem dieses abartige Bildnis nun endlich verschwunden war, musste ich urplötzlich schmunzeln. „Das ist doch Wahnsinn“, redete ich mir ein. „Diese Hure ist schon lange tot. Wie zur Hölle konnte sie aus dem Nichts vor mir auftauchen?“ Kaum hatte ich diese unscheinbare Frage ausgesprochen, erstarb mein begleitendes, leises Kichern durch einen Sekundenbruchteil eines Bildes, welches vor meinen Augen aufblitzte. Ein Kleid… Sie hatte ein verdammtes Kleid an, beschrieb ich dieses Ansehen in meinen Gedanken. Doch allein mit dieser Erkenntnis war es nicht getan, denn nacheinander erschienen sie wieder in Serie, doch diesmal verglichen mit einem Film, welcher in einer äußerst miserablen Auflösung abgespielt wurde: Überall war Blut. Sie lag auf einem Bett, schien zu schreien (zumindest soweit ich es erkennen konnte. Ich hörte nichts und sah nur ihren Mund weitaufgerissen, derweil ihr Gesicht sich vor unvorstellbaren Schmerzen verzehrte), ihre Arme und Beine waren von grünen und blauen Flecken versehen, in ihrem Bauch schien ein riesiges Loch zu klaffen, pulsierende Organe drohten hervorzuquellen… Urplötzlich packte ich mir an meinen Kopf, wippte ungeduldig hin- und her, presste die Augen zusammen und schrie. Doch je lauter meine Schreie wurden, in der Hoffnung, diesen sich immer und immer wiederholenden Szenarien entfliehen zu können, desto eindrucksvoller und intensiver wurden sie: Die Momente wurden schärfer, die Schreie deutlicher, ja selbst das Geräusch eines Messers, wie es sich seinen Weg in dieses klaffende Loch bannte war nicht im Geringsten zu überhören.



Mehrfach schlug ich meine Hände zu einer Faust geballt gegen die graue Tapetenwand hinter mir, derweil ich mit zittriger und zugleich brüchiger Stimme jedes Mal erneut ins Nichts flehte, diese ganze Scheiße möge aufhören. Schlussendlich, als meine Stimme beraubt und das letzte grauenvolle Detail gesehen und gehört war, kehrte wieder stille in meinem Kopf ein. Schlimmer, als noch wenige Augenblicke zuvor setzte mein Körper seine Zitterpartie fort. Halbnackt und von der hinzugekommenen Desorientierung überrumpelt, verbrachte ich etliche Minuten damit mich selbst in die Realität zurückzufinden. „Sollte es im extrem Fall der Panikattacke dazu kommen, dass Sie die Realität verlieren oder das Gefühl haben ihr gänzlich entzogen zu sein, ist es ratsam sich einen „Punkt“ zu suchen, auf den Sie sich dann konzentrieren. Beispielsweise ein Gespräch, dass sie hören. Achten Sie dabei ganz genau auf den Inhalt: Was sagt/sagen die Person/Personen? Klingt das Thema für Sie logisch, können Sie selbst ihr Wissen dazu preisgeben? Erst dann, wenn Sie sich die Mühe gemacht haben, diese Fragen zu beantworten, werden Sie automatisch in ihr vorheriges Umfeld zurückkehren“, rekapitulierte ich die Worte meines Psychotherapeuten und schmunzelte vergnügt. Der letzte Realitätsverlust, den ich erlitten hatte, war erst vor wenigen Wochen. Zu meinem Glück erschien dieses Phänomen ausgesprochen selten – der jetzige war der 2. gewesen – dennoch weitaus häufiger, erschienen die Flashbacks und meine damit verbundene Angststörung, wie mein Therapeut meine Krankheit bezeichnete. Dabei konnte ich mir beim besten Willen keinen Reim daraus machen, wieso sie so plötzlich auftrat. Meine Kindheit eine sehr gute und unbeschwerte gewesen. Ich wurde geliebt und war einer der besten Schüler der ganzen Schule und auch sonst hatte ich viele Freunde, die sich um mich scherrten.

Doch… so schön die damalige Zeit auch war, so schnell war sie verflogen. Mit der Zeit geriet ich mit meinen Mitmenschen immer häufiger in Streit, sie machten mir immer wieder denselben Fehler, wie ich ihn heute bezeichnete zum Vorwurf: Sie sagten alle, ich hätte mich verändert. Zunächst schaute ich sie verwundert an, nicht im Begriff zu verstehen, was sie da sagten, doch als sie mir erklärten, ich hätte mich immer weniger und seltener um ihre Belange gekümmert und würde mich nicht in ihre Gefühlslage hineinversetzen können oder würde oft aggressiv werden, belächelte ich ihre Aussagen - eine nach der anderen. Denn ich tat immer noch so, als wüsste ich nicht im Geringsten, wovon sie da sprachen, auch wenn mir selbst allmählich klar wurde, was da mit mir geschah. Ich entwickelte mich mehr und mehr zu einer anderen Persönlichkeit – zu einem völlig anderen Menschen.



Lange Zeit jedoch verlief mein Leben besser als zuvor: Meine Freunde distanzierten sich mit jedem Mal, indem sie von meiner abrupten Veränderung mitbekamen, aber das machte mir absolut nichts. Ich war aus unerklärlichen Gründen froh darüber, nur noch eine „Handvoll“ Menschen um mich herum zu haben, die sich bloß aus reinem Mitleid zu mir an mich hielten. Zeitgleich, fand ich aber schnell eine neue Person in meinem Leben, die ich aufgrund von geschickt angesetzten, manipulativen Fähigkeiten für mich gewinnen konnte. Doch war es keine einfache Freundschaft, die zwischen uns entstand. Es war mehr und intensiver. Wenn nicht sogar, dass erste Mal seit dem Tag, an dem sich meine Psyche verändert hatte, die intensivste Beziehung, die ich je gehabt hatte. Jedoch empfand ich keine wirkliche „Liebe“ wie sie jedweder andere Mensch hätte empfunden. Im Gegenteil, ich spielte mit meiner Traumfrau. Missbrauchte sie nach Belieben für meine Zwecke, trieb dieses Spielchen so weit, bis sie eines Tages langsam dahinterkam, was mit mir nicht stimmte. Wenn ich mich recht erinnerte, war sie sogar die erste und… letzte die diesen Satz jemals zu Mund genommen hatte. Mit erhobenem Finger und von Zornesröte gekennzeichneten Wangen, schrie sie mich an, ich sei ein Psychopath. Ein kranker Bastard, der sie nur dann vögelte, wenn es ihm passte, die gesamte Liebe zwischen uns sei nur vorgespielt… Bis heute konnte ich es mir nicht erklären, doch etwas in mir brodelte bei ihren treffenden Worten vor Wut. Viele mögen womöglich behaupten, dass ich mich bei ihren Worten verletzt fühlte und aus diesem Grund der schäumende Zorn in mir aufstieg, doch ich war immer noch der Ansicht, dass es etwas anderes sein musste, wie ein Schalter mit einem Ruck umlegte und meine innersten Emotionen erweckte, gebannt einzig und allein zu eben empfundenem Hass.  



Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, beschloss ich in so einer Situation meinen Zorn so gut es ging zu verbergen und sie noch ein letztes Mal für meine Bedürfnisse auszunutzen. Gerade als meine Frau dabei war das Schlafzimmer zu verlassen, packte ich sie fest am Arm, zog sie zu mir und knurrte ihr mit drohenden Blick entgegen: „Du bleibst hier!“. Wie nicht anders zu erwarten war, wehrte sie sich, um mir zu entkommen. Ihre verzweifelten Schreie, die leichten Schläge und Tritte auf meinen Armen und Beinen waren schon beinahe niedlich anzusehen, betrachtete man meinen breitgebauten, stämmigen Körper im Vergleich. Lachend und sichtlich niedlich berührt von ihren vergeblichen Versuchen, sich zu befreien, schmiss ich sie aufs Bett und bannt sie mithilfe von Handschellen an das Gestell fest. Ursprünglich, wollten wir sie nutzen um unserer „Beziehung“ etwas mehr Tiefe zu verleihen, aber… nun hatten sie einen anderen, brauchbareren Nutzen. Ihr vorlautes Mundwerk, welches immer noch vor sinnlosen Drohungen und Beleidigungen mir gegenüber sprießte, klebte ich mit Panzertape zu. „Wenigstens hältst du jetzt deine Klappe“, kommentierte ich grinsend, während ich das Messer, welches ich kurz zuvor aus der Küche geholt hatte, an ihren Bauch ansetzte und zustach. Für jeden gedämpften Schrei und jedes Zappeln, dass mich daran hinderte mein Werk ordentlich auszuführen, bekam sie mehrere Schläge. Zeitweise schlug ich ihren Kopf selbst gegen das Metallgestell des Bettes. Zuerst einmal, dann zweimal, dreimal, viermal… eben so lange, wie es nötig war, damit sie endlich Ruhe gab. Als sie schlussendlich nicht ein Ton mehr von sich gab, betrachtete ich stolz den zertrümmerten und blutverschmierten Körper vor mir. Doch so konnte und ich sie nicht einfach liegen lassen. Ich musste etwas unternehmen, um die Spuren zu vernichten und um eine endgültige Befriedigung über das Ableben dieser widerwärtigen Frau zu erlangen.



So nahm ich ihren Körper – versteckt in einem blauen, großen Schlafsack – mit in den nahegelegenen Wald, legte die Leiche in einem Stück des Waldes ab, wo es ringsrum nur von dicken, großen Bäumen umgeben war. Ich nahm abgefallene Blätter und Äste, holte sie aus dem Schlafsack hervor und zündete die Leiche an.  Der abartige Anblick, wie sich ihr Fleisch schmerzhaft verkohlte und wie einzelne Fetzen ihrer Kleidung im lodernden Feuer mit untergingen, bereitete mir ein außerordentliches Vergnügen. Um einen Waldbrand zu meiden und damit ein zu großes Aufsehen zu verhindern, entschied ich mich jenen nach einer Weile des Spaßes wieder zu löschen und die bis ins unkenntliche, verkohlte Leiche samt dem Schlafsack in der Erde zu vergraben.

Lange Zeit nach meinem ersten Mord verschwendete ich wundersamerweise nur wenig Gedanken an meine verbrannte Liebe. Zudem hatte ich Glück, dass niemand bislang nach ihr gesucht hatte oder es gar irgendwem aufgefallen war. Womöglich schien es auch niemanden großartig zu interessieren, dass sie verschwunden war, schließlich war sie ganz allein. Denn, sie erzählte mir eines Abends, als wir uns bei ihr verabredet hatten, dass sie Vollwaise gewesen war, da ihre Eltern bei einem Unfall gestorben waren. Zu Verwandten oder anderen Familienmitgliedern hatte sie nie wirklich Kontakt gehabt. Laut ihrer Aussage schienen einige von ihnen wahrscheinlich nicht einmal zu wissen, dass sie existierte. Sicher, hatte es die ein oder andere Familie gegeben, die bereit war sie aufzunehmen und sich um sie zu kümmern. Dennoch erklärte mir meine Liebste, dass jede Familie in die sie gekommen war sowohl finanziell als auch auf sozialer Ebene, in reinstem Chaos versunken war. Deshalb hatten die Behörden beschlossen sie zurück in ihr Heim unterzubringen. Dort verblieb sie so lang bis sie die Möglichkeit bekam sich mit ihrem eigenen Gehalt eine Wohnung zu leisten.



Eines Nachts holten mich mitten in meinen Träumen all die schrecklichen Bilder wieder ein, die das verursacht hatten, woran ich nun heute zu leiden hatte: Meine Angststörung. Es ist seltsam denn, sollte meine damalige Persönlichkeitsstörung wirklich die eines Psychopathen geglichen haben, so sollte ich nie Reue, Angst oder gar ein anderes Gefühl in mir verspüren können. Jedoch spitzten sich die Bilder und dazugehörigen Alpträume immer weiter zu, sodass ich mich selbst dazu gezwungen sah Hilfe aufzusuchen. Um mich selbst in Schutz zu hüten und weil die steigernde Angst erwischt zu werden meine gesamte Situation nur verschlimmern würde, erfand ich eine traumatische Kindheitsgeschichte, in der ich erzählte, dass ich von meinem Vater regelmäßig geschlagen worden war und einmal mit ansehen musste, wie er sturzbetrunken über meine eigene Mutter herfiel und ihre Kehle mit einem Messer aufschlitzte.

Die ersten Wochen verliefen zu meinem erstaunen relativ gut. Ich lernte schnell die Methoden an geeigneten Zeitpunkten und Situationen anzuwenden und konnte somit meine Ängste mehr und mehr zunichte machen. Doch dieser heutige Tag, welcher alles wie eine einzige Zerstörung in meinem Kopf niederschmetterte, sorgte nun vollends dafür, dass ich niemals vergessen würde, was damals geschehen war. Nicht einmal bis zu meinem Tod. Mittlerweile sorgte ich mich nicht einmal mehr darum mit dieser Welt wieder in Kontakt zu treten. Alles was ich in meinen Fokus legte, war diese einst wunderschöne Frau, die nun bis in die Knochen niedergebrannt war. ihr zähflüssiges Fleisch fiel platschend und zischend auf den Parkettboden. Ich konnte es nicht ganz erkennen, doch meinte ich ein blutiges, verzehrtes Lächeln auf ihren Lippen zu sehen, als sie sich mir langsam nährte. Mein Gesicht lag in ihre blutigen, pulsierenden Hände, während mich urplötzliche, völlige Dunkelheit umhüllte.



Alles was ich in diesem einen Moment der Stille zu hören bekam war ein verwaschener Satz, welcher blubbernd und knurrend aus ihrer Kehle gekommen sein musste: „Wir sehen uns in der Hölle du Wichser!“



Geschrieben von: BlackRose16

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