Deutsches Creepypasta Wiki
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Es geschah bereits als ich noch ein Teenager war. Dieses Ereignis ist mittlerweile schon 10 Jahre her, aber dieser Vorfall lässt mich immer noch nicht schlafen.

Im Sommer 2010 beschlossen 2 Freunde und ich uns zu einem Besuch in einem Lost Place. Wir hatten bereits viele Bilder von solchen Orten gesehen und wollten nun auch mal so einen verlassenen Ort besuchen. Leider hatten wir aufgrund unseres Alters zu diesem Zeitpunkt noch kein Auto und waren daher ein wenig eingeschränkt was die Reise anging. In einem Beitrag in einem Forum fand ich heraus, dass sich 20 Kilometer in einem sehr dichten Wald eine verlassene Schule befindet, die seit mehreren Jahren verlassen war. In der Umgebung habe ich zwar bereits über diese erfahren, aber zeigte an dieser nie sonderlich Interesse, was wohl normal ist. Schule fand ich schon immer nicht sonderlich aufregend und die Tatsache eine freiwillig zu besuchen, egal ob verlassen oder nicht, kam mir bis dahin nicht in den Sinn. Der User hat in dem Forum auch Bilder des Gebäudes angehängt und ganz am Schluss eine Warnung geschrieben, das es dort angeblich spuken würde. Das hatte meine Interesse geweckt.

Am Wochenende darauf begannen dann endlich nach einem hartem Schuljahr die Sommerferien. Meine Eltern sind zu dieser Zeit in den Urlaub nach Italien geflogen und ich war allein zuhause. Also lud ich meine Freunde ein und erzählte ihnen von dieser Idee, diese alte Schule zu besuchen. Ein Freund (Peter) hatte dabei etwas Bedenken, das uns dort ja keiner finden würde, wenn uns etwas passieren würde. Mein anderer Freund und ich lachten ihn deswegen aus. Ihr wisst ja, wir waren jung und mutig. Also was hätte uns schon passieren können. Nachdem ich ihn doch überzeugen konnte, mit zu kommen, sind wir mit dem letzten Bus um 18 Uhr aus unserem Ort los gefahren. Wir hatten unsere Fahrräder, Taschenlampen, Snacks, eine Musikbox und unsere Kamera dabei. Ich entschied mich mein Handy mit zu nehmen, was damals ehr ein Luxus war, wen man als Teenie eins besaß. Immerhin war ich der erste aus unserer Klasse, der bereits ein Handy sein Eigen nennen konnte. Der Bus hielt gegen 19 Uhr am Fuß des Berges an dem die Schule lag. Wir stiegen auf unsere alten Fahrräder und fuhren in den Wald hinein.

Der Weg führte an einem steilen Abhang entlang, an dessen Fuß sich ein Bach bewegte. Umso höher wir kamen, desto dichter und dunkler wurde der Walt. Nach etwa einer Stunde kamen wir auf einem großen flachem Gelände an, welches von Blättern und Unkraut überdeckt war. Wir fanden die Überreste eines alten Fahrradständers, an dem wir die Räder abstellen konnten und begannen damit uns das Gelände anzuschauen. Wir fanden die Reste eines Basketballplatzes, einer großen Schaukel und sogar ein altes Autowrack vor. Die Schreiben des Wagens waren eingeschmissen, Sprayer haben ihre Kunst auf der Karosserie hinterlassen, die Lichter waren eingeschlagen worden und die Reifen waren kaputt. Da wir natürlich neugierig waren, gingen wir zum Auto hin und begannen damit, die Tür auf der Fahrerseite zu öffnen. Im Inneren fanden wir lediglich das Nötigste vor, was ein Auto braucht um zu funktionieren, ein Lenkrad, ein Sitz, Pedale und den Schaltknauf. Mein Freund war der erste, der sich auf den mit Moos bewachsenen Fahrersitz schwang und so tat, als würde er fahren. Peter ging um den Wagen herum und fand im Schloss auf der Beifahrerseite sogar noch den Schlüssel. Er nahm ihn an Sich und schmiss ihn meinem Freund zu der nun über beide Ohren strahlte. Sogleich versuchte er den Wagen mit dem Was vom Zündschloss noch übrig ist in Gang zu bekommen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen schaffte er es den alten Motor zu starten, welcher aber bereits nach Sekunden wie aus ging. Enttäuscht sprang er vom Sitz auf und trat gegen die Fahrertür, die nun eine große Delle aufwies. Nachdem er sich beruhigt hatte gingen wir weiter den Weg, der ehr ein Trampelpfad war entlang und erreichten das verfallene Schulhaus.

Auch dessen Wände waren von Grafites überzogen und in einem sehr baufälligem Zustand. Die Fenster waren eingeschlagen, die Türen aus den Angeln gerissen und das Dach war zum Teil schon eingestürzt. Mir kam ein wenig Unbehagen auf, als ich mir das Gebäude genauer ansah. Aber ich wollte vor meinen Freunden nicht als Angsthase da stehen und ging gemeinsam mit ihnen durch den verfallenen Haupteingang hinein. Der Boden unter uns war mit viel Schutt bedeckt und die Türen zu den Klassenräumen standen alle geöffnet. Wir schauten uns die ersten Räume auf der linken Seite an. Ich glaube, dass das Büroräume waren, da dort sehr große Regale standen, die noch ein einen oder anderen leeren Ordner beinhalteten. Langsam kamen wir vor zum Treppenhaus, wo es zu den Klassenräumen ging. Es war ehr eine kleine Schule, vermutlich waren es nur ein Dutzend Klassenräume auf jeder Seite des Flures. Wir gingen in den ersten Raum rein und fanden dort eine alte Schultafel und ein altes Pult vor. Sonst bot uns dieser Raum wirklich nichts. Erst im sechsten raum wurde es interessanter. Wir fanden mehrere alte Computer, die noch immer an ihren Plätzen standen und darauf warteten, das sie Schüler diese wieder benutzen würden. Wir schauten uns alle in diesem Raum um und schafften es sogar durch Peters Hilfe einen dieser PC zu öffnen. Mein anderer Freund nahm die beiden RAM Riegel, die Grafikarte und die Festplatte an sich, da er sie für sein Bastelprojekt zuhause gut gebrauchen konnte. Als wir uns die Rückseite des Klassenraumes auffiel, sah ich, das sich unter der Tapete die Konturen einer Türe abbildeten. Ich ging zu dieser, entfernte die Reste der Tapete und drückte die Klinke runter.

Im Inneren war es pechschwarz. Wir zogen unsere Taschenlampen aus den Rucksäcken und gingen langsam in den Raum hinein. Er war noch gut erhalten. Vermutlich lagerten die dort damals Unterrichtsmaterialen oder PC Teile. Es lag sogar ein kleiner Teppich in diesem Raum. Im zweiten Stock öffneten wir eine Türe nach der anderen und fanden nur noch leere Räume mit eingeschlagenen Scheiben und seltsamen Spritzen auf dem Boden. Vermutlich waren hier vor langer Zeit einige Junkies um ungestört Drogen zu sich zu nehmen. Die Türe des letzten Raumes ging nur sehr schwer auf, aber wir schafften es. Auf der Wand direkt uns gegenüber, wo die Fenster noch nicht kaputt waren stand der Spruch "Halb Mensch, Halb Peter" in großen schwarzen Buchstaben gesprayt. Natürlich schauten wir erst mal zu Peter, dem das Ganze nicht so recht gefallen mochte. Das war uns aber so egal, da wir so sehr darüber gelacht haben, das wir husten mussten. Peter ging zu dieser Schrift und deutete auf ein seltsames Wesen was aussah wie ein stehender Hase und schaute uns seltsam an. Wir gingen alle zu dem Fenster und stellten fest, das er gar nicht die Figur angeschaut hatte, sondern einen Mann, der vor dem Gebäude stand und hoch schaute. Wir konnten sein Gesicht nicht erkennen, da er eine Hasenmaske trug und es mittlerweile schon sehr dunkel wurde.

Wir erschraken! Schnell rannten wir aus diesem Klassenraum hinaus in den Flur zum Treppenhaus. Plötzlich hörten wir ein Geräusch, wie als hätte jemand eine Tür zu geschlagen. Wir rannten in einen der Klassenräume und versteckten uns dort in einemalten Schrank. Wir konnten deutlich hören, dass die Schritte auf dem Flur genau auf dem Weg zu uns waren. durch das Schlüsselloch des Schrankes konnten wir den Mann sehen, wie er den Raum betrat, eine Pistole zog und auf den Schrank deutete. Wir hatten noch nie eine solche Angst gehabt. Es hat gefühlt Stunden gedauert, bis er diesen Raum wieder verließ. Nun hörten wir aber vom Flur aus das Geräusch einer Spraydose. Nach dem dieses verstummte und wir eine halbe Stunde noch gewartet haben, öffneten wir die Türe und schlichen uns an die Vorderseite des Klassenraumes. Es war niemand zu sehen, sodass wir beschlossen haben jetzt zu flüchten. Im Schein der Taschenlampe fanden wir auf der Wand des Klassenraumes ein neuen Satz stehen. Er lautete "Ich bin halb Mensch, halb Peter und ich werde euch finden !" Langsam schlichen wir die Treppen runter Richtung Schulhof, als uns aufgefallen ist, das Peter nicht mehr bei uns war. Wir sahen uns hektisch um und hörten ein kicherndes "einen habe ich schon! Kommt raus und zeigt euch. Ich werde euch alle finden und töten!" Wir leuchteten auf die Treppenstufen und schrien vor Entsetzen. Auf ihr stand der Mann mit der Hasenmaske und neben ihm befand sich eine riesige Blutlache. Wir rannten sofort aus der Schule, sprangen auf die Räder und fuhren ins Tal zurück. Dort angekommen wählte ich den Notruf und schilderte denen alles was passiert war. Innerhalb von 15 Minuten hörten wir mehrere Polizeifahrzeuge die Straße entlang fahren. Wir winkten heftig und sie hielten an. Sie befahlen uns zu einem Polizisten ins Auto zu steigen, der uns auf die Polizeiwache brachte und uns in die Obhut meiner Oma gegeben hatte.


Am nächsten Tag stand folgendes in der Zeitung:

Mutmaßlicher Serienmörder wurde nach 10 Jahren endlich gefasst!

Durch den Notruf zweier Jugendlicher kam die Polizei zum Gelände des ehemaligen Schule des Berges. Dort fanden sie mehrere Leichen von Kindern und Jugendlichen, die er brutal ermordet haben soll. Der Täter konnte nach einem Schuss in beide Beide gefasst werden und wird nun in einem Krankenhaus unter polizeilicher Aufsicht versorgt. Er wird noch heute dem Haftrichter vorgestellt. Vermutungen liegen nahe, das er sich seit 10 Jahren in diese Schule zurückgezogen habe und dort Wanderer, aber auch Erkunder des Geländes umzubringen und zu essen. Die Opfer hat er sich nach seinem Name Peter ausgesucht.


Passt auf euch auf wenn ihr den Satz "Halb Mensch, halb Peter an einem verlassenen Ort seht!

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