Deutsches Creepypasta Wiki
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Wenn du das liest, so solltest du dich hüten.

Ich bin nicht einfach eine gewöhnliche Geschichte. Am Besten, du liest es nicht. Ich bin gefährlich, verhängnisvoll.

Du liest trotzdem weiter? Du solltest deine Neugierde zügeln, mein Freund, nur dieses eine Mal.

Ich bin nämlich gar keine Geschichte, sondern ein Fluch. Vielleicht wurde ich vom Teufel geschrieben? 

Ich warne dich nochmals: Lies nicht weiter. Lies mich nicht. Mich zu lesen bringt Unglück.

Und du liest immer noch? Was ist wenn du auf einer dunklen Straße stehst und dir jemand zuruft: „Nein, bleibe! Gehe nicht weiter. Dort lauern Gefahren, Mörder und der Tod...“ Würdest du da bleiben? Nein das würdest du nicht. Du würdest umkehren. Warum liest du also weiter? Du hörtest doch, ich bin ein Fluch. Lies nicht weiter. Suche eine andere Geschichte, es gibt genügend auf dieser Welt davon. Nicht eine Zeile weiter.

Aber du hörst nicht auf mich. Nun gut, dann erhöre was ich anrichte. Jede einzelne Zeile verwirklicht sich, sobald sie gelesen wird. Du wähnst dich in Sicherheit, aber ob sich das ändern soll, das liegt in deiner Hand. Vielleicht trifft es dich aber gar nicht? Vielleicht trifft es jemanden Anderen der Familie hat, der sein Leben für Andere opfern würde? Das wirst du erfahren wenn du weiter liest. Aber Schaden oder gar Tod werden existieren.

Du hast nicht aufgehört. Aber höre wenigstens auf, sobald du etwas Schlimmes oder Unangenehmes liest. Wenn du aufhörst, bevor ‚es‘ passiert so bricht die Geschichte ab. Aber nachdem eine Geschichte erst richtig begonnen hat, so muss sie auch zu Ende gehen. Es ist deine Wahl: Leben oder Tod, Schutz oder Schaden, Wohlergehen oder Angst.

Nun denn, du begehst hiermit den größten Fehler deines Lebens. Aber ich habe dich gewarnt, nun ist es nicht mehr an mir...

Es geht um ein 12-jähriges Mädchen namens Rakue. Neue Stadt, neue Wohnung, neue Freunde.

„Ma, weißt du wo mein Geldbeutel ist?“, schrie ich die Treppen hinunter. „Ich weiß nicht, vielleicht hast du ihm neben dem Spiegel liegen lassen!“, hallten die Wände eine sanfte Stimme wieder. Das war Ma. Sie war eine Traummutter. Sanfte Hände und genauso eine sanfte Stimme. Blonde Haare und blaue leuchtende Augen. Ich war ihre Traumtochter. Höflich, freundlich, schön und begabt.

Ich blieb vor einem Spiegel stehen. Er war an die Wand genagelt. Vor zwei Wochen als wir eingezogen sind, bekamen wir ihn von meiner Tante geschenkt. Meine Tante die immer an mir und Ma herum nörgelte. Aber dann hat sie sich verändert, sie wurde netter und höflicher. Jedenfalls erschrak ich immer wieder, wenn ich mein Spiegelbild aus meinem Augenwinkel betrachtete. Dann erkannte ich den schwarzen Stoff meines Geldbeutels, direkt in meiner Hosentasche des Spiegelbilds. Instinktiv griff ich danach, aber auf einmal wurde ich am Arm gepackt. Ich wurde herumgewirbelt und nach vorne geschubst. „Ma, ich hab ihn gefunden! Ich gehe zu Rikari, dann können wir uns vielleicht was kaufen! Ciao!“ Die Worte kamen von meinem Spiegelbild! „Warte! Was geht hier ab?“ kreischte ich und das Mädchen meines Spiegelbilds drehte sich um. „Oh, tut mir leid ich muss gehen.“, ertönte die Stimme ironisch.

Die Tür wurde geöffnet und schon war sie weg. Ich hörte wie Ma einen Abschiedsgruß hinterherrief. Dann kam sie auf mich zu und zückte einen Lippenstift um die Lippen nachzufahren „Ich bin doch hier! Hörst du mich? Hallo?“, schrie ich, aber sie hörte mich nicht. Ich hämmerte mit blanken Fäusten auf ein unsichtbares Hindernis, und sank wie ein benommenes Häufchen zusammen. Dann wurde mir klar: Ich war im Spiegel! Ich musste hineingezogen worden sein, als etwas an meinem Arm zerrte! 

Aber wer hat schonmal davon gehört in einen Spiegel gezogen zu werden? Ohne Zweifel, das Spiegelbild musste mich hinein gezogen haben!

Dann hörte ich nach langer Zeit wie sich ein Schlüssel im Schloss umdrehte. Ma begrüßte sie freudig und führte sie in die Küche, welche ich teils sehen konnte. „Ich habe etwas für dich!“ Sie drückte ihr eine Bluse in wunderschönem Blau in die Hand. Sie war wirklich wunderschön! So eine habe ich mir seit Monaten gewünscht. „Was isn das fürn Mist? Dieses Blau - so was trägt doch nur n Kleinkind, tausch sie um gegen was schwarzes oder rotes! Was Fetziges.“ Das Mädchen schmiss die Bluse auf den Boden. Ihr Ton war bockig. Sie stapfte davon und blieb vor dem Spiegel stehen. „Hallo!“ „D-Du kannst mich sehen?" fragte ich. „Ja klar, und ich wollte dir nur sagen: Ich krempele dein Leben komplett um, du bist so ein braves Mädchen, langweilig!“ „Wann darf ich wieder hier raus?“ fragte ich. „Oh, das hängt ganz von dir ab. Benimm dich, dann reden wir wieder.“ Dann war sie wieder verschwunden.

Nun saß ich schon 3 Monate hier drin, und es hatte sich viel verändert. Ich besaß keine Freunde mehr, und auch Ma und Pa waren schockiert über den Zustand ihrer Tochter. Ihrer ‚angeblichen‘ Tochter. Irgendwann reichte es mir, ich ging in die Leere, durch eine schwarze Atmosphäre. 

Nun, ich konnte durch diesen Spiegel gehen, auf eine andere Seite, dorthin wo mein Spiegelbild herkam. Und ich bin immer noch hier. Nun wandere ich durch ein Geschäft und hier ist alles wie in einer Parallelwelt. Nein, es ist eine Parallelwelt. Und ich bin immer noch die Selbe. Nur bin ich nicht mehr 12...

Nun, ich warnte dich. Nun ereilt das Schicksal den Nächsten...

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