Fandom


Paris

Kim überquerte die Straße. Hatte sie ihren Ehemann wirklich mit einer anderen Frau in einem Café verschwinden sehen? Sie musste Gewissheit haben, sonst würde sie heute Nacht nicht schlafen können.

Yvonne las die beiden Sätze mehrere Male und dachte nach, während sie auf ihrem Daumen herumkaute. Irgendetwas gefiel ihr daran nicht. Sie hätte es aber auch nicht mit Bestimmtheit eingrenzen können. Mit dem Zeigefinger fuhr sie über das Touchpad ihres Notebooks und der Cursor folgte ihren Bewegungen, nun befand sich das Geschriebene vier Zeilen vom Kopf der Seite entfernt. Dann kopierte sie den Text, fügte ihn oben wieder ein und überlegte, ob sie etwas verbessern könnte. Sie ließ den Originaltext gerne in seiner ursprünglichen Form und löschte ihn erst, wenn sie mit der Verbesserung zufrieden war. Aber selbst nach mehreren Minuten hatte sie keine bessere Formulierung gefunden, die ihr wirklich gefiel. Immer wieder hatte sie Synonyme für die bestehenden Wörter gesucht, aber nichts schien zu passen. Einmal schien ihr die Wortkonstellation zu aufgesetzt und bei einem anderen Versuch wirkte es auf sie, als wäre es einer ihrer Texte, die sie als Kind geschrieben hatte. Kurz gesagt, sie hatte sich irgendwie festgefahren. Es ärgerte sie, war aber kein wirklicher Beinbruch, sie lag gut im Zeitplan, bis zum Abgabetermin hätte sie das Buch fertig. Da war sie zuversichtlich. Die bereits geschriebenen fünfundzwanzig Kapitel gefielen ihr und durch eine kleine Schreibblockade würde sie sich nicht verunsichern lassen, das kannte sie zur Genüge. Dennoch schloss sie den Laptop und pustete sich eine braune Strähne aus dem Gesicht, lehnte sich zurück und überlegte, ob sie einen Spaziergang durch den nahegelegenen Wald machen sollte, um den Kopf freizubekommen, oder lieber das zweite Frühstück zu sich nehmen sollte. Ein Blick aus dem Fenster machte ihr die Entscheidung leicht. Es regnete in Strömen. Darauf hatte sie nun wirklich keine Lust und erhob sich von ihrem Stuhl und steuerte die Küche an. Im Kühlschrank befand sich Roastbeef vom Vorabend. Sie schnitt es in dünne Scheiben und machte sich ein Sandwich, mit etwas Kopfsalat, einem Klecks scharfem Senf und Ketchup. Damit setzte sie sich wieder an den großen Tisch, der direkt an der Kochinsel stand. Die Flasche Weißwein und das Glas stellte sie daneben, und erst beim Einschenken fiel ihr auf, dass es nicht mehr reichen würde. Die Braunhaarige lehnte sich seufzend zurück. Mit der kleinen Leiter ging sie zum Regal, das über der Anrichte hing, und suchte nach einer neuen Flasche. Zuerst griff sie nach einer, von der sie glaubte, es sei die richtige, aber stellte sie diese in den Hintergrund. Bei der zweiten musste sie lächeln, ein Geschenk von ihrem Bruder, der sich zurzeit in Florida befand und wahrscheinlich mit einer hübschen Studentin den Spring Break ausgelassen feierte. Vor einem Jahr war er zum Studieren ins Ausland gegangen. Sie vermisste ihn, obwohl sie des Öfteren telefonierten. Plötzlich fiel ihr ein kleines Kästchen auf, das hinter einer Flasche Rotwein hervorlugte. Einen Moment fragte sie sich, um was es sich handeln könnte, und entschied, es herauszufinden. Aufgeregt saß sie wieder am Tisch und starrte auf das, was sich als Schmuckkästchen entpuppt hat. Wenn sie damit Recht behielt… Sie traute sich gar nicht den Gedanken zu Ende zu spinnen. Mit bebenden Fingern berührte sie das schwarze Plastik, doch sie zögerte, traute sich nicht die Klappe zu öffnen. Einige Minuten vergingen, ohne dass sie sich rührte. Ihr kam es aber wie Stunden vor. Sie blinzelte und sah auf den Ring hinab, der in dem samtigen Schlitz steckte. „Wann habe ich es geöffnet?“, murmelte sie irritiert, holte tief Luft und atmete sachte wieder aus. Dann erst bemerkte sie die Tränen, die ihr über die Wangen liefen, während ihre Unterlippe zitterte.

***

Laura trat nach einem arbeitsreichen Tag in den Fahrstuhl und betätigte den Knopf für den dritten Stock. Die Türen schlossen sich und die Kabine setzte sich mit einem kurzen Ruckeln in Bewegung. Sie streckte ihren Nacken und seufzte. Ihr machte der Aktenberg in ihrem Büro Sorgen, bis zum Ende der Woche sollte sie damit fertig sein, doch hinkte sie hinterher. Jetzt war Montag; um es zu schaffen, müsste sie wieder Überstunden machen. Erpicht war sie nun wirklich nicht darauf, da es wieder hieß, noch weniger Zeit mit Yvonne zu verbringen, die sie so schon vernachlässigte. Sie hatte ein schlechtes Gewissen. Die Fahrstuhltüren öffneten sich und sie trat in den Hausflur, ging auf ihre Wohnungstür zu und schloss sie auf. Sie entledigte sich ihrer Jacke und hing sie an die Garderobe, streifte die Schuhe ab und begab sich ins Wohnzimmer, das sie fast nicht wiedererkannte. Da die Küche etwas kleiner war, diente der Esstisch als Puffer zum Wohnzimmer, es war nicht die schönste Lösung, aber keine Vollkatastrophe. Gute Freunde fanden es praktikabel, also beließen sie es dabei. Alles war fein hergerichtet und in der Mitte standen zwei Kerzen. Rotwein und zwei Gläser. Dann kam Yvonne in einem Kleid um die Ecke, ihre Frisur zu einem eleganten Dutt gebunden, und lächelte ihre Freundin an. „Gibt es einen Grund für das alles?“, fragte Laura, aber Yvonne schwieg und nickte lediglich. Dafür gab sie ihr einen Kuss auf die Wange und klemmte eine schwarze Strähne hinter das Ohr. Dann setzte sie doch zu einer Antwort an: „Na ja“, drehte sich um, nahm die zwei Gläser und reichte das zweite weiter. „Du bist der Grund.“ Die Schwarzhaarige schaute noch irritierter aus der Wäsche, stieß aber mit ihrer Freundin an. Dann fiel ihr Blick auf die Schatulle, die zwischen den Kerzen stand, und den Ring darin. „Bitte sei nicht böse!“ Sie streichelte über ihre Wange. „Ich hab wirklich nicht herumgeschnüffelt, er ist mir ganz zufällig vor die Füße gefallen.“ Laura glaubte ihr, dennoch war sie etwas enttäuscht, hatte sie sich doch gewünscht, Yvonne damit zu überraschen. „Ich bin nicht sauer.“ Sie rang sich ein Lächeln ab. „Seit wann hast du ihn?“ Sie erinnerte sich noch ganz genau daran. Es war ein sonniger Tag und es erschien ihr der passende Moment. „Seit dem Tag, als es offiziell wurde.“ Yvonne zog die Stirn in Falten. „So lange?“ Sie wusste, dies lag ein Jahr zurück. Ihre Freundin seufzte. „Na ja, es kam immer etwas dazwischen, du weißt es doch selbst, wie das Leben halt so spielt.“ Traurig senkte sie den Kopf. „Hey, nicht… du kannst nichts dafür.“ Die Braunhaarige stupste sie auf die Nase, hob ihr Kinn, sodass ihre Augen wieder auf gleicher Höhe lagen. „Bitte mach dir keine Vorwürfe!“
Sie nickte, stellte das Glas ab und nahm Yvonnes Gesicht in beide Hände. Sie sah ihr tief in die Augen, ging dann aber auf die Knie, nahm ihre Hände und fragte mit glänzenden Augen: „Möchtest du mich heiraten?“

***

Seit der Hochzeit war nun ein Monat vergangen und endlich hatten beide Zeit füreinander. Die Flitterwochen hatten sie ebenfalls ausfallen lassen.
„Haben wir alles?“ Laura bugsierte die Reisetasche in den Kofferraum und schloss ihn. Yvonne setzte sich hinter das Lenkrad und starte den Motor. „Du kannst gerne beide Koffer öffnen und nachsehen.“
„Sehr witzig. Wann geht unser Flug?“, fragte sie, während sie auf dem Beifahrersitz Platz nahm. „In einer Stunde, du verpeilte Nudel.“ Die Schwarzhaarige verschränkte die Arme vor der Brust und streckte ihrer Frau die Zunge heraus. „Wer hat letzte Woche sein Smartphone gesucht und dann im Kühlschrank gefunden?“
„Das zählt doch gar nicht, ich war einfach im Stress gewesen.“ Sie legte den ersten Gang ein und der Wagen setzte sich in Bewegung. „Ausreden, alles nur Ausreden.“ Dann grinste sie schief. „Ach, lass mich doch in Ruhe.“ Yvonne knuffte ihr in die Seite und lachte.
Eine Stunde später saßen sie auf ihren Sitzplätzen im Flugzeug. Sie kamen auf die letzte Minute, da sie Probleme bei der Parkplatzsuche gehabt hatten. „Eine Woche Frankreich, ich freue mich so darauf.“ Mit einem Lächeln auf den Lippen griff Yvonne nach der Hand von Laura, die es erwiderte und sagte: „Ich mich auch.“
Sie gaben sich einen Kuss.

Der Flug verlief ereignislos, wenn man von einem Luftloch absah, das aber nur einen kurzen Schrecken nach sich zog. Nachdem sie ihr Gepäck hatten und damit zum Taxistand gelaufen waren, brachte sie der Fahrer zum Hotel.

„Yvonne und Laura Lange, wir haben eine Reservierung“, sagte Laura in perfekt gesprochenen Französisch. Der Concierge lächelte freundlich und sah im Computer nach. Als er fündig geworden war, nickte er und überreichte den Schlüssel. „Je vous souhaite un agréable séjour.“ Das Lächeln des Angestellten wird breiter.
„Merci beaucoup.“ Sie nahmen ihre Koffer an sich und gingen zu den Fahrstühlen, die sich am Ende des Foyers befanden. „Ich liebe es, wenn du französisch sprichst, es macht mich ganz wuschelig.“ Ihre Wangen waren etwas gerötet. „Je vais t'arracher tes vêtements et te donner une mort douce“, murmelte Laura und zwinkerte. Yvonne verstand natürlich kein Wort. Die Schwarzhaarige küsste sie und sparte nicht mit ihrer Zunge. „Ich verstehe“, säuselte die Braunhaarige und hob eine Augenbraue. Die Fahrstuhltüren öffneten sich. Kaum standen sie in der Kabine, fiel sie über sie her. Hände verschwanden unter die Kleidung, während Yvonne in einen Kuss fragte: „Was bedeutet es?“
Laura grinste verschwörerisch und hauchte ihr ins Ohr: „Ich reiße dir die Kleider vom Leib und werde dir den sanften Tod schenken.“
Abermals nahmen Yvonnes Wangen eine rötliche Farbe an. „Frau Lange, Sie sind ein ganz ungezogenes Mädchen.“
„Soll ich dir zeigen, wie ungezogen ich sein kann?“ Damit drückte sie Yvonne gegen die Wand und verteilte zärtliche Küsse auf ihrem Hals. Sie schloss die Augen und stöhnte leise. Diesmal verschwand eine Hand unter die Hose. „Nicht… es könnten… draußen Leute… stehen.“ Die andere Hand wanderte hinauf und der Büstenhalter verrutschte ein wenig. „Dann liefern wir ihnen doch eine gute Show.“
Aber Yvonne löste sich aus der Liebkosung und sagte: „Wenn wir im Zimmer sind, bin ich dir ganz und gar ergeben. Aber nicht hier.“ Die Türen verschwanden und tatsächlich, ein älteres Ehepaar stand vor ihnen. Die Beiden nickten und traten in den Flur. „Na, hatte ich recht?“ Laura rollte mit den Augen, konnte sich das Schmunzeln aber nicht verkneifen. „Ja, die wären glatt aus ihren Schuhen gekippt.“ Ihr Zimmer lag am Ende des Korridors. Es war nicht sonderlich groß. An der linken Wand stand ein schmaler Tisch mit einem Flachbildschirm darauf. Das Doppelbett lag auf gleicher Höhe, sodass man von dort aus einen gemütlichen Fernsehabend veranstalten konnte. Ein reich verzierter Schrank schaute zu dem großen Fenster, hinter dem sich ein Balkon erstreckte. Zwei geflochtene Stühle und ein kleiner, runder Tisch luden zu einem Glas Wein mit Sonnenuntergang ein. Laura stellte die Koffer ab, während die Braunhaarige auf das Bett plumpste. „Ich glaube, ich könnte eine heiße Dusche vertragen.“

„Das ist eine grandiose Idee.“ Sie schnalzte mit der Zunge.

„Ich glaube, ich bin gerade ein viertes Mal gekommen“, wimmerte Yvonne mit zittrigen Beinen. Damit sie nicht gänzlich den Halt verlor, hatte sie sich gegen die geflieste Wand gelehnt. Keuchend schaute Laura zum Duschkopf hinauf, während auch ihr Zentrum Purzelbäume schlug, ihre Miene verriet Erschöpfung, aber auch Lust.
„Willkommen in den Flitterwochen.“ „Also“, holte Yvonne Luft. „Dann will ich um eine weitere Woche verlängern.“ Beide wussten, danach würde sie der Alltagstrott wieder im Griff haben. Bei Laura umso mehr. Ihr Chef hatte nur zähneknirschend zugestimmt, obwohl sie das Aktenchaos rechtzeitig bewältigt hatte. „Es wäre schön, aber eine Woche ist eine Woche, und die werden wir voll auskosten.“ Das Wasser versiegte und beide traten aus der Kabine. „Das ist schließlich die Stadt der Liebe.“ Dann küssten sie sich.

Nachdem sie abgetrocknet waren, beschlossen sie ein Nickerchen zu machen. Am späten Nachmittag erwachte Laura. Sie beschloss ein wenig fernzusehen. Ein Nachrichtensprecher saß in seinem Studio. „Et maintenant, le sport“, sagte er und fügte hinzu: „Aujourd'hui, l'Allemagne affronte la France en match amical.“
Genervt rollte sie mit den Augen. Fußball hatte sie nie interessiert. Stattdessen sah sie neben sich. Yvonne lag auf dem Bauch und atmete leise. Ihre Augen glänzten vor Glück, war sie doch mit der schönsten Frau verheiratet. „Aufwachen.“ Mit der Hand streichelte sie ihr sanft über den Rücken, bis zum Steißbein. Die Nackenhaare standen schnell aufrecht.
„Mmmhhh“, stöhnte Yvonne, drehte den Kopf und lächelte. „Wie wäre es mit einem echten französischen Café?“
Sie wiederholte die Geste und Yvonne stöhnte ein weiteres Mal. „Fühlt sich eher so an, als hast du noch nicht genug“, hauchte sie und erschauderte leicht. „Von dir bekomme ich nie genug.“ Laura gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Ich liebe dich.“

***

Laura hatte nicht zu viel versprochen. Die Lokalität hatte Charme. Seitlich des Eingangs wurde eine kleine Tischgruppe durch einen Messingzaun vom Bürgersteig getrennt. An ihm hing ein rechteckiger Blumenkübel, in denen Herbst-Anemonen und Heide blühten. In der Mitte stand ein Terrassenheizer. Teelichter sorgten für die entsprechende Beleuchtung. Sie mussten nicht lange auf den Kellner warten, der ihre Bestellung aufnahm. „Deux crêpes à la confiture d'abricots et deux cafés au lait, s'il vous plaît.“ Laura klappte die Karte zu und legte sie beiseite.
„Also, das habe ich, glaube ich, verstanden“, sagte Yvonne und kratzte sich an der Schläfe. „Dann bin ich ja mal gespannt“, quittierte die schwarzhaarige mit einem schiefen grinsen.
„Du hast zwei Crêpe und zwei Café au Lait bestellt.“
Laura lächelte anerkennend. „Das ist richtig, aber die Füllung hast du übersehen.“ Sie hob den Zeigefinger belehrend.
Yvonne verdrehte die Augen und seufzte. „Du bist ein Klugscheiß…“ Sie zuckte zusammen, weil ohrenbetäubender Lärm einsetzte. Aus dem Augenwinkel hatte sie für eine Sekunde etwas aufblitzen sehen, aber ihr wurde dann die Sicht genommen. Etwas klebte in ihrem Gesicht. Sie blinzelte, es wurde nicht besser, deshalb fuhr sie mit der flachen Hand über eben dieses. Blut klebte an ihr und darin befanden sich kleine Stückchen, eine glibberige Masse. Laura war in sich zusammengesunken und ihr fehlte der halbe Kopf, der schlaff in den Nacken hing. Bevor Yvonne irgendeinen Gedanken fassen konnte, begann der Lärm von neuem, den sie nun als Gewehrfeuer identifizieren konnte. Instinktiv hechtete sie vom Stuhl und versuchte irgendwo in Deckung zu gehen. Sie verlor aber das Gleichgewicht und ihre Schläfe küsste den Beton. Für einen Bruchteil wurde die Umgebung unscharf und Schwindel nahm ihr die Orientierung. Doch dann erspähte sie sie den Eingang und kroch darauf zu. Der rettende Hafen. Ein kleiner Junge rannte plötzlich auf sie zu. Ihre Französischkenntnisse hatten sich in Luft aufgelöst, kein Wort brachte sie heraus. Sie musste mitansehen, wie er von einer Salve erfasste wurde. Der kleine Körper wurde von Kugeln durchlöchert. Irgendjemand schrie, sie konnte die Richtung nicht bestimmen, aber zweifelsohne musste es sich um die Mutter handeln. Wieder ertönte das Rattern der Gewehre und der Putz spritzte über den Asphalt. Einige Blindgänger trafen sie am Kopf. Erneut schrie jemand, diesmal klang es aber aggressiv, eher wie ein Befehl. Kurze Stille, wenn man von Stöhnen und Schmerzensschreien absah, dann begann der Spuk von neuem. Unwillkürlich begann ihr Oberschenkel zu brennen. Der Schmerz war fast unerträglich. Mit tränenerstickter Stimme wimmerte sie, versuchte sich aber weiterhin in Sicherheit zu bringen. Dann wurde der Schalter für das Adrenalin umgelegt, während ihr Herz einen Marathon rannte, und sie kroch an dem Kind vorbei, das mit ausdrucksloser Miene zur Markise hinaufstarrte. Eine Kugel verirrte sich in den Gastank der Terrassenheizung und die darauffolgende Explosion schleuderte sie einige Meter weit; dass sie ihre Kleidung nun Feuer fing, bekam sie nicht mehr mit. Die Druckwelle hatte ihr das Genick gebrochen. Die Handvoll Männer feuerten noch drei Salven ab, verließen dann rennend den Tatort und verschwanden in einiger Entfernung in einer Seitengasse. Der Transporter fuhr in die Nacht hinein, während die Sirenen in der Ferne immer lauter wurden.

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