Deutsches Creepypasta Wiki

Müde glitt meine rechte Hand von meinem Bett zu meinem Wecker. Ich drückte stark auf den Knopf, da ich mir dieses nervige piepsen nicht mehr länger anhören konnte. Dann warf ich einen Blick auf mein Handy. 12:43, der 23.03.2014. Eigentlich war es normal, dass ich um diese Uhrzeit aufwachte, aber am diesen Tag erwartete ich Besuch von alten Schulfreunden und davor wollte ich noch ein paar Sachen herrichten. Mit diesem Hintergedanken, legte ich das Handy schnell beiseite und zog mich an. Ich ging den Flur entlang und warf durch ein Fenster einen Blick nach draußen. Es war ein warmer und sonniger Tag, obwohl die Wettervorhersage am vorherigen Tag starkes Gewitter angesagt hatte. Ich streifte an den bunten und fröhlichen Tapeten an den Wänden entlang. Ich wollte alles immer bunt haben, da ich dachte, dass es mich vor Trauer beschützen würde. Ich betrat mein Badezimmer und wollte mich gerade noch fertig machen, als ich plötzlich mein Telefon unten klingeln hörte. Ich eilte die hölzernen Treppen hinab. Ich nahm den Hörer vom Telefon ab.  "Hallo?" "Hey Tom!" "Ema?", fragte ich. "Ja ich bin, Ema", antwortete sie. Ema war eine der Freunde, mit denen ich mich treffen wollte. "Wir sind schon seit ungefähr sechs Stunden unterwegs. Du sagtest ja, ich solle dich anrufen, wenn wir nurnoch eine Stunde brauchen" "Ja, stimmt, also dann seid ihr so circa 14 Uhr da?" "Ja, so ungefähr. Ich leg jetzt auf. Ich freue mich schon auf später, bis dann!" "Ja, ich mich auch, bis später!", sagte ich aufgeregt und legte den Hörer wieder ab. Nervös sah ich mich um. Ich musste noch so viele Sachen erledigen. Das Haus putzen, mich waschen, Essen machen, und so weiter. Nachdem ich größtenteils alles erledigt hatte, legte ich mich erschöpft auf meine Couch und sah ein bißchen fern, bis sich mein Blick auf die Uhr rechts von mir wandte. Es war schon 15:03 Uhr. Verwirrt stand ich auf, ging zu dem Telefon und rief Ema an. Doch alles was ich hörte, war der Ton vom Anrufbeantworter. Ich dachte nach. Ich dachte darüber nach, was passiert sein könnte, bis mich ein lautes klopfen an meiner Haustür mit einem Schrecken aus den Gedanken riss. Endlich sind sie da, dachte ich mir und machte mit einem grinsen die Tür auf. Doch das grinsen verschwand direkt wieder, als ich sah, dass ein Polizist vor der Tür stand. "Sind sie Tom Burrows?", fragte er mit leicht gesenktem Kopf. "Ja, der bin ich. Was ist passiert?" "Es gab einen Autounfall, ungefähr 200 Meter von hier entfernt. Ema Johnson, Bill Mahone und Edward White sind dabei um ihr Leben gekommen" Ich stand komplett sprachlos einfach nur da. Ich konnte nicht fassen, was der Polizist gerade zu mir gesagt hatte. "Lisa Hall hat den Unfall fast ohne Verletzungen überstanden. Sie hat uns direkt von ihnen erzählt. Das mit ihren Freunden tut mir sehr leid." Ich blickte mit offenen Mund auf den Boden. Ich spürte ein zittern in meinem ganzen Körper und eine Kälte, die ich derart nie zuvor verspürt habe. "Ich dachte es wäre besser, wenn ich sie darüber informiere.", sagte der Polizist dazu. "Ja... danke", antwortete ich verstört und schloss die Tür vor mir zu. Ich ging immer noch verstört, fast schon wie ein Roboter, direkt ohne nachzudenken, in mein Schlafzimmer und lag mich auf mein Bett. Ich dachte nach. Ich dachte darüber nach, wie alles ein Traum war. Ich dachte darüber nach, dass es nicht real war. Nur um zu merken, dass es real war. Meine Augen wurden langsam schwer und ich schlief ein. Dann weckte mich ein Geräusch auf. Müde stand ich auf und ging den Flur entlang, die Treppe runter. Draußen war es sehr dunkel. Ich knipste das Licht an, um nachzusehen, woher das Geräusch kam, bis ich es aufeinmal wieder hörte. Es kam von rechts. Ich ging in die Richtung und sah in der Wand eine Tür, die ich dort noch nie zuvor gesehen hatte. Doch bevor ich sie öffnen konnte, wachte ich mitten in der Nacht auf. Mich weckte das selbe Geräusch, wie aus dem Traum. Ich schwitzte am ganzen Körper und eine Kälte streifte mir über den Rücken. Ich ging wieder die Treppe hinab, doch ich bemerkte etwas. Die Tapeten an meinen Wänden waren alle weg. Die Wände waren grau und an manchen waren Schriftzüge, welche mit Filzstift angebracht wurden zu sehen. "DU KANNST NICHT ENKOMMEN", "ER WIRD KOMMEN UND DICH TÖTEN", "DAS MONSTER STECKT IN DIR", "DU MUSST DAS MONSTER UMBRINGEN", stand auf den Wänden immer und immer wieder. Und ich bemerkte noch etwas. Die Tür aus dem Traum war noch immer da. Ich öffnete die Tür vorsichtig, mit feuchten Händen. Dort war eine Steintreppe, welche in eine Art Keller führte. An den Wänden war Farbe und Blut. Nervös und gleichzeitig verwirrt ging ich die Treppenstufen hinab. Und als ich unten angekommen war, stand ich wie angewurzelt, sprachlos da. Alles was ich von mir geben konnte, war ein lauter Schrei. Vor mir lagen die 3 Leichen von Ema Johnson, Bill Mahone und Edward White. Der Kopf von Bill war abgetrennt und Edwards Leiche war vollständig zerstückelt. Emas Kopf war völlig zermatscht, sodass man nicht mal mehr ein Gesicht erkennen konnte. Neben ihr lag eine Schrotflinte, die mit Blut bedeckt war. Langsam begriff ich, dass ich der Mörder der drei war. Und es keinen Autounfall gab. Und dann hörte ich es. Ich hörte die Polizei Sirenen von draußen. Ich wusste, dass ich dafür mein ganzes Leben im Gefängnis verbringen würde. Deswegen ging ich zu Emas Leiche, setzte mich auf den Boden und nahm die Schrotflinte in die Hand. Ich fing an fürchterlich zu weinen. Doch als ich die Polizisten das Gebäude betreten hörte, drückte ich ab.